Ofi sagt: Dit is doch nich zu fassen – Vandalismus in Velten

Na, liebe Leute – ick sag’s gleich, wie’s is: Wenn ick nich schon gesessen hätte, wär ick beim Anblick fast umgekippt. Vandalismus in Velten – und zwar diesmal nicht am Bahnhof, sondern direkt im Bewegungspark am Bürgerhaus.

Dit sind doch keine Schmierereien mehr, dit is grobmotorischer Aktionismus. Ein Fitnessgerät als Sprayfläche? Die Infotafeln als Kritzelwände? Und dann nich mal mit Stil! Dit sieht aus wie mit’m Gartenschlauch gesprüht – völlig ohne Sinn, ohne Idee, ohne Haltung.

Also ehrlich: Wenn schon Tags, dann wenigstens gute! Aber dit hier? Immer derselbe Buchstabensalat, der seit 20 Jahren durch die S-Bahn fährt. Ey, Leute – sogar Graffiti hat sich weiterentwickelt. Wer heute noch „SMTH“ oder „DOWN“ hinkrakelt, als wär’s 2003, macht sich doch selbst zum Gespött. Det is doch peinlich. Sogar für euch.

Und dit trifft ja nich nur irgendwelche Wände – nee, hier geht’s um was, das allen nutzt. Die Geräte sind da, damit man sich bewegt. Damit man gesund bleibt. Damit auch junge Menschen mal abschalten können – ohne Bildschirm. Und dann wird ausgerechnet das beschmiert?

Ick versteh Frust. Echt jetzt. Und dass man sich ausdrücken will. Aber dit hier is kein Ausdruck, dit is Ausdruckslosigkeit. Wenn du wat zu sagen hast – dann sag’s! Aber hör auf, unsere Stadt dafür zuzumüllen.

Vandalismus in Velten scheint langsam Alltag zu werden. Und dit is genau der Punkt, an dem wir aufpassen müssen. Weil Gewöhnung gefährlich ist. Weil sie Gleichgültigkeit schafft. Und weil wir alle verlieren, wenn wir schöne und nützliche Dinge einfach so verkommen lassen.

Also, ihr Sprühfreunde da draußen: Überlegt mal. Zeigt, dass ihr mehr draufhabt als Edding und Langeweile. Oder – und dit wär auch ok – lasst es einfach.

Euer Ofi

P.S. Im Gespräch mit einer Einwohnerin haben wir erfahren, dass diese den städtischen Dienst für ihre tägliche Pflege und Müllentfernung sehr schätzen, aber gegen Vandalismus und Schmierer ist eben kein Kraut gewachsen.