Heute Morgen war es noch still vor dem Bürgerhaus. Die ersten Amseln waren schon zu hören, die Sonne kam nur langsam durch das kahle Geäst und den Nebel. Und mitten auf dem Hof lag eine grüne Kreide. Drum herum ein Herz, direkt auf den Beton gemalt. Frisch genug, dass man dachte: Das muss erst vor Kurzem jemand dort hinterlassen haben.

So etwas ist schnell übersehen und bleibt doch hängen. Ein einfaches Herz, nichts Großes, nichts Kunstvolles. Aber gerade deshalb wirkte es. Ein kleiner Farbfleck in einem grauen Novembermorgen.
Der Seniorenbeirat trägt übrigens selbst ’n grünen Hut im Logo – ’nen Wanderhut! Steht für Bewegung, Natur, Miteinander. Passt also wie’n Deckel uff’n Eimer. Denn ob beim Spazieren, Radeln oder einfach beim Kaffeetrinken unterm Baum: Wir alle gehören zu dieser Stadt und ihrer Umgebung. Und wie wir mit ihr umgehen, dat zählt.

Grün im Alltag – aber richtig
„Grün“ heißt nich nur Bäume, Pflanzen, Waldmeister. Heißt: Müll richtig trennen. Batterien abgeben statt wechwerfen. Beim Spaziergang den Bonbonpapierrest gleich wieder einstecken. Oder mal’n Stück Plastik aufheben, dat da nich hingehört.
In Brandenburg läuft zum Beispiel die Aktion „Sauber – eine Initiative für unser Land“, die genau solche kleinen Taten würdigt. Auch der Landkreis Oberhavel lobt jedes Jahr ’nen Umweltschutzpreis aus. Und wir in Velten? Wir haben ja schon bewiesen, dass’s geht: Beim Umwelttag des Anglervereins Morgenröte Velten 1922 e. V. tun Vereinsfreunde ganze Müllsäcke jedes Jahr aufs neue voll rauszerre – vom Kinderauto bis zum alten Kabelsalat.

Det zeigt: Grün sein, dit is nich Theorie. Dat is’n Besen in der Hand, Handschuhe an und’n offnes Herz für’n Platz, wo wir leben.
Und nu mal Hand aufs Herz:
Was tun wir Seniorinnen und Senioren in Velten für die Natur?
Reicht’s, den Müll ordentlich zu trennen – oder könn’ wir noch mehr?
Vielleicht öfter zu Fuß? Vielleicht mit anpacken beim Frühjahrsputz?
Oder einfach dafür sorgen, dass vor unser’m Treffpunkt nix rumliegt außer Kreideherzen?
Wenn ihr Ideen habt – meldet euch. Vielleicht malen wir beim nächsten Treff gemeinsam noch mehr Herzen.
Denn Grün beginnt da, wo wir stehen. Direkt vor’m Bürgerhaus.