Brasilianischer Urwald an der Försterlake?

Die Försterlake gehört zu diesen Veltener Namen, bei denen man kurz hängenbleibt. Ist das ein Weg, eine alte Flurbezeichnung, ein Hinweis auf feuchtes Gelände? Ganz eindeutig lässt sich das ohne Blick in alte Karten nicht sagen. Der Name erinnert aber an märkische Bezeichnungen wie „Lanke“, die in Brandenburg und Berlin häufig mit Wasser, feuchten Wiesen oder alten Geländenamen verbunden sind.

Heute geht es an der Försterlake allerdings weniger um Namenskunde, sondern um ein sehr praktisches Problem: Der Weg ist an mehreren Stellen deutlich zugewachsen.

Wer dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, merkt schnell, dass der nutzbare Durchgang schmal geworden ist. Was zunächst noch wie ein unbefestigter Anliegerweg wirkt, verengt sich nach kurzer Strecke deutlich. Schon wenn sich zwei Menschen begegnen, muss man ausweichen. Bei zwei Fahrrädern wird es erst recht eng.

Auf den Fotos ist gut zu erkennen, dass nicht nur etwas Gras in den Weg hineinragt. Am Rand wachsen hohe Gräser, krautige Pflanzen, Brennnesseln und vermutlich auch Kletten. Gerade die großen Blätter und der dichte Bewuchs nehmen dem ohnehin schmalen Weg zusätzlich Raum. Dazu kommen Sträucher und junge Triebe, die den Durchgang weiter einengen.

Natürlich ist solcher Bewuchs nicht einfach wertlos. Wegränder sind Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere. Gerade in einem grünen Bereich wie diesem gehört Natur ausdrücklich dazu. Aber ein regelmäßig genutzter Weg muss trotzdem begehbar und befahrbar bleiben. Es braucht also keinen Kahlschlag, sondern einen vernünftigen Rückschnitt.

Wünschenswert wäre eine Kontrolle der besonders engen Abschnitte und ein gezieltes Freischneiden des Weges. Dann bleibt der grüne Charakter erhalten, ohne dass Fußgänger und Radfahrer bei jeder Begegnung ins hohe Gras ausweichen müssen.

Auch der Blick auf mögliche Gefahrenstellen gehört dazu. Wo Eichen stehen, wird im Sommer immer wieder nach dem Eichenprozessionsspinner gefragt. Auf den vorliegenden Fotos ist kein konkreter Hinweis darauf zu erkennen. Trotzdem zeigt auch dieser Punkt: Solche Wege brauchen gelegentliche Pflege und Aufmerksamkeit.

Velten hat viele schöne grüne Ecken. Damit sie im Alltag gut genutzt werden können, sollten Wege wie dieser nicht langsam zum Trampelpfad werden.

Hinweis aus der Bürgerschaft: Uns erreichten Fotos vom Weg an der Försterlake. Sie zeigen, dass der Durchgang an mehreren Stellen deutlich zugewachsen ist.