Na ick sach mal so: Wenn Müll erzählen könnte, hätten wa hier ne Tragikomödie in fünf Akten. Gesehen in Velten Süd, direkt an den Containern – und ick meine nich die ausm Film.
Zuerst denkt man ja: „Na gut, sind halt die üblichen Pappkartons bei den Papiercontainern.“ Aber dann guckt man genauer hin. Und was liegt da? Ein alter Drucker! Wat? Echt jetzt? Elektrogeräte gehören da nun wirklich nicht hin. Und ick weiß aus eigener Erfahrung: Den kann man kostenfrei beim Wertstoffhof abgeben. Kost’ nix – macht aber was her. Für die Umwelt zum Beispiel.
Und dann diese Mischmasch-Müllstilleben: Malerzeug, alte Klamotten, ein halber Haushalt, ’ne halbe Garderobe und zwischendrin ein leerer Spreewald-Gurkeneimer mit Farbresten. Ey, det is doch kein urbaner Deko-Stil, det is schlicht und einfach: daneben.

Klar, die Altkleidercontainer sind scheinbar voll. Aber dit is kein Veltener Problem allein – quer durch Deutschland häufen sich Meldungen: Container überfüllt, vermüllt, abgebrannt oder gleich ganz abgebaut. Und dazwischen landen dann die Spenden im Freien – na super. Wind, Wetter, Wildtiere: Die Klamotten landen am Ende doch im Müll. Von „gut gemeint“ bleibt da nicht viel übrig.
Ofi meint: So kann’s nich weitergehen. Dit is nich nur unschön, dit ist auch gefährlich. Wer da langgeht mit’m Kinderwagen oder Rollator, muss Slalom fahren. Und dit alles vor Containern, die eigentlich für ’nen guten Zweck gedacht sind. Dat tut weh. Innen drin und außen rum.
Also liebe Leute: Wenn Container voll sind, nehmt euer Zeug wieder mit. Klingt banal, is aber besser. Und wenn ihr nich wisst, wohin damit: Fragt nach! Beim Bürgerbüro, bei der Stadt oder im Netz – gibt genug Wege, wie man sinnvoll entsorgt und spendet.
Wir sind doch hier nich bei „Velten räumt ab“, sondern bei „Velten hält zusammen“. Oder?
Euer Ofi
Nachtrag vom 22. Juli 2025:
Die AWU war – wie gewohnt – zuverlässig unterwegs und hat das Altpapier samt danebenstehenden Kartons abgeholt. Vielen Dank dafür!
Leider steht der Müll neben dem Altkleidercontainer immer noch da – inklusive Farbresten und Klamottenstapel. Vielleicht schafft es ja diesmal nicht der nächste Sturm, sondern jemand mit Verantwortung.
